Plattform für Wasser, Gas und Wärme
News
01. April 2025

EurEau News

EurEau fordert Verbot von PFAS-Pestiziden

EurEau berichtet im aktuellen Newsletter über die Entwicklungen der Wasserregulation in Europa. Themen sind die Klagen gegen die erweiterte Herstellerverantwortung, Forderung nach PFAS-Verboten, die Badegewässerrichtlinie, Pestizidverbote, Resilienzüberlegungen im EU-Haushalt sowie der Stand der Umweltverschmutzung in der EU.

Die folgenden Ausführungen basieren auf dem EurEau-Newsletter vom März 2025.

Klagen des Pharma- und Kosmetiksektors gegen die Neufassung der Richtlinie über die Behandlung von kommunalem Abwasser

EurEau nimmt die rechtliche Anfechtung durch die beiden Industriebranchen zur Kenntnis, die im Rahmen der Neufassung der Richtlinie über die Behandlung von kommunalem Abwasser einen Beitrag zur erweiterten Herstellerverantwortung (EPR) leisten müssen. EurEau fordert die nationalen politischen Entscheidungsträger auf, die Umsetzung der Neufassung der Richtlinie über die Behandlung von kommunalem Abwasser unverzüglich fortzusetzen. Lesen Sie mehr.

Badegewässerrichtlinie (BWD): Bewertung publiziert

Die EU Kommission veröffentlichte am 6. März ihre Bewertung der Badegewässerrichtlinie. In dem Dokument wird die Richtlinie für ihre Wirksamkeit bei der Verbesserung der Qualität der Badegewässer in Europa gelobt, aber auch auf Verbesserungsmöglichkeiten hingewiesen, unter anderem durch die Einführung zusätzlicher Qualitätsparameter. Die Kommission wird nun entscheiden, ob die Badegewässerrichtlinie überarbeitet werden soll oder nicht. Die vollständige Bewertung finden Sie hier, eine Zusammenfassung hier.

Pestizide: EurEau unterstützt Forderung nach Verbot von PFAS-Pestiziden

Wir unterstützen die Forderung einer Gruppe von 50 Europaabgeordneten nach einem dringenden Verbot von PFAS-Pestiziden zum Schutz der öffentlichen Gesundheit und der Wasserressourcen. In einem Schreiben vom 5. März betonen die Abgeordneten, dass die "fortgesetzte Verwendung von PFAS-Pestiziden nicht nur die öffentliche Gesundheit gefährdet, sondern auch die Umweltverpflichtungen der EU untergräbt".

EurEau veröffentlichte Anfang des Jahres das Dokument "PFAS Phase Out: A Prerequisite for a Water Resilient Europe - Anfang des Jahres veröffentlicht. Darin weist EurEau auf die anhaltende Gefahr hin, die PFAS für die menschliche Gesundheit und die Umwelt darstellen. Lesen Sie mehr.

Pestizide: EU-Mitgliedstaaten verbieten

Die Mitgliedstaaten haben den Vorschlag der Kommission zum Verbot des endokrin wirkenden PFAS-Pestizids Flufenacet angenommen. EurEau begrüsst diesen Schritt, da Flufenacet zu TFA abgebaut wird, einer sehr hartnäckigen und sehr mobilen Substanz, die unsere Trinkwasserressourcen immer mehr verschmutzt. Die Schweiz wird wohl bald nachziehen, wie bauernzeitung.ch  berichtet: «Das Eidgenössische Departement des Inneren (EDI) werde Flufenacet bei nächster Gelegenheit von der Liste der in der Schweiz zugelassenen Wirkstoffe streichen, heisst es auf Anfrage der BauernZeitung beim Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV)».

Kommission veröffentlicht  der Europäischen Bereitschaftsunion

EurEau begrüsst die Anerkennung von Wasserdienstleistungen als Voraussetzung für die Aufrechterhaltung lebenswichtiger gesellschaftlicher Funktionen. Wir unterstützen den Vorschlag, Resilienzüberlegungen in den EU-Haushalt aufzunehmen. Die Strategie stellt zu Recht eine Verbindung zwischen gesellschaftlicher Resilienz, Wasserresilienz, Klimaanpassung, Bioökonomie und Kreislaufwirtschaft her. Sie können die Strategie hier nachlesen.

Umweltverschmutzung: EU nicht auf Kurs, um 2030-Ziele zu erreichen

Es ist unwahrscheinlich, dass die EU auch nur die Hälfte der Ziele zur Verringerung der Umweltverschmutzung bis 2030 erreichen wird. Dies geht aus der gemeinsam von der Gemeinsamen Forschungsstelle der Europäischen Kommission und der EUA veröffentlichten Bewertung von Überwachung und Ausblick hervor. Ein aussagekräftiger Indikator ist, dass die EU den Ausstoss von Mikroplastik in die Umwelt wahrscheinlich nicht um 30 % reduzieren kann. Auch die Böden sind gefährdet, denn das Ziel, die Nährstoffverluste im Boden um 50 % zu verringern, ist "unwahrscheinlich". Lesen Sie mehr.

Kommentar erfassen

Kommentare (0)

e-Paper

«AQUA & GAS» gibt es auch als E-Paper. Abonnenten, SVGW- und/oder VSA-Mitglieder haben Zugang zu allen Ausgaben von A&G.

Den «Wasserspiegel» gibt es auch als E-Paper. Im SVGW-Shop sind sämtliche bisher erschienenen Ausgaben frei zugänglich.

Die «gazette» gibt es auch als E-Paper. Sämtliche bisher erschienen Ausgaben sind frei zugänglich.