Am 7. März 2025 fand unter Leitung von Andreas Hirt die erste Technische Sitzung der W-HK dieses Jahres statt. Als Gast wurde Julia Vernagallo (esb), die neue Ko-Vorsitzende der W-UK2, begrüsst. Im Zentrum der Sitzung standen folgende Themen:
Die in der Überarbeitung weit fortgeschrittene Richtlinie wird nun noch an mehreren Wasserversorgungen getestet, bevor sie in die Vernehmlassung kommt. Wichtige Aspekte der Richtlinie sollen auch in die W12 integriert werden (Modul D).
Die Revision der W6 ist abgeschlossen. Die neue Richtlinie ist seit März 2025 im Webshop des SVGW erhältlich.
Nach erfolgter Vorkonsultation wird der Entwurf dieser neuen Richtlinie im Mai 2025 der W-HK zur Freigabe zur Vernehmlassung unterbreitet.
Die W-UK2 hat Anforderungen an die betriebliche Hygiene in Wasserversorgungen erarbeitet (Hygienekonzept, Reinigungsplan, Schulung von Fremdpersonal etc.). Diese sollen als neue Themenblätter in die W12 integriert werden.
Die Hinweise aus der Vorkonsultation des überarbeiteten Datenmodells Wasser werden von der S-AG5 nun noch geprüft und in das Modell eingearbeitet, bevor dieses in die Übersetzung geht und im Verlauf des Sommers zur Vernehmlassung kommt.
Die Arbeitsgruppe «Datenmodell GWP» aus Vertretern von Werken, Ingenieuren, Kantonen und der SVGW-Geschäftsstelle hat an ihrer ersten Sitzung eine Auslegeordnung der Bedürfnisse der verschiedenen Anspruchsgruppen bezüglich eines GIS-basierten Datenmodells GWP vorgenommen.
Das aus dem Aktionsplan «Trockenheit» der S-AG 10 hervorgehende Dokument steht kurz vor Abschluss.
Gegen Ende 2025 wird ein zweitägiger Kurs zum Thema risikobasierte Qualitätskontrolle in der Wasserversorgung angeboten. Er soll Mitarbeitende von Wasserversorgungen, kantonalen Vollzugsstellen und weitere Interessierte befähigen, risikobasierte Probenahmen zu planen, durchzuführen und auszuwerten, um die Trinkwasserqualität zu sichern, Aufbereitungsprozesse zu steuern und mittel bzw. langfristig die Wasserversorgung planen zu können.
Aus den Interviews von 110 Personen gingen zahlreiche Massnahmen hervor, welche die Versorgungsunternehmen und der SVGW umsetzen können, um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken. Die Ergebnisse des Projektes sowie die in den Fachbereichsstrategien Gas, Wasser und Wärme geplanten Aktivitäten sind in die SVGW-Bildungsstrategie 2025-2028 eingeflossen, über die der SVGW-Vorstand im März 2025 zu befinden hat.
Das Projekt befasst sich mit der Frage, ob das Karstwasser aus den Karbonat-Aquiferen des Berner und Solothurner Juras für die Trinkwassernutzung herangezogen werden und z.B. zur Anreicherung der Grundwasserleiter genutzt werden könnte. Im Jahr 2024 wurden Messungen von einzelnen Wasserressourcen durchgeführt (zu dem Thema wurden bereits mehrere Artikel in Aqua&Gas publiziert). Aufgrund der Ergebnisse werden nun Folgeprojekte im Kanton Solothurn und Bern durchgeführt, bei denen die im FOWA-Projekt aufgezeigten Möglichkeiten der Karstwassernutzung weiterverfolgt und durch entsprechende Versuche / Probebohrungen überprüft werden.
Die SVGW-Geschäftsstelle ist von der W-HK beauftragt worden, Positionspapiere zu folgenden Themen zu erstellen:
Die W-UK4 ist vom Vorstand beauftragt worden, Massnahmen zur Stützung des positiven Images des Trinkwassers in der Schweiz zu erarbeiten.
Eine neue Motion «Realistisches Monitoring für den Gewässerschutz» will die Hürde erhöhen, bis der Bundesrat die Zulassung eines Pflanzenschutzmittels überprüfen kann, das «wiederholt und verbreitet» Gewässer in der Schweiz verunreinigt. Die angestrebte Anpassung an der GschV würde die Kriterien verschärfen, bis die Verunreinigungen durch ein Pestizid als «wiederholt und verbreitet» gilt. Der SVGW sieht darin einen weiteren Angriff auf die Verbesserungen im vorsorglichen Ressourcenschutz, die mit der Umsetzung der Pa. Iv. 19.475 erreicht wurden.
Die Pa.Iv. «Modernen Pflanzenschutz ermöglichen» wurde angenommen. Die WAK-N hat nun den Auftrag, den Gesetzestext zu verfassen. Der SVGW hatte sich an der Vernehmlassung beteiligt und in einem Brief an die WAK-N auf die Risiken einer vereinfachten Zulassung von PSM für den Ressourcenschutz hingewiesen. Die WAK-N will vor der Inkraftsetzung noch betroffene Kreise anhören. Der SVGW kann der Kommission seine Position am 14. April vorstellen.
Bezüglich PFAS wartet der SVGW die Entwicklungen in der EU ab. Der SVGW kann der UREK-S seine Position am 1. April darlegen.
Postulat «Verunreinigung des Trinkwassers mit Chlorothalonil. Wie reagieren und wie die nötigen Sanierungen finanzieren?»: Der Bundesrat ist der Auffassung, dass die Wasserversorger und somit indirekt die Konsumenten die Massnahmen zu finanzieren haben, weil sich die Verursacher der Verunreinigungen nicht mehr eruieren lassen.
Vor dem Hintergrund zunehmender Nutzung des Untergrunds durch Energieprojekte und Verkehrswege mit negativen Auswirkungen auf die Trinkwasserressourcen wird auf Initiative des BAFU beim SVGW ein Kompetenzzentrum «Spezialtiefbau – Auswirkungen neuer Bauverfahren auf das Grundwasser» aufgebaut. Als Orientierungshilfen für kantonale Bewilligungsbehörden, Bauingenieure, andere Verbände und der Forschung soll die S-AG11 Merkblätter erarbeiten, welche die Regeln der Technik abbilden.
Nach 12 Jahren Unterstützung in SVGW-Kommissionen im Bereich Bildung und Haustechnik verlässt Andreas Janisch vom Stadtwerk Winterthur infolge Pensionierung die W-UK7 «Haustechnik und ZA-Produkte». Cosimo Sandre würdigt A. Janisch für sein ausserordentliches Engagement für den Verband. Nachfolger in der W-UK7 ist Nesim Qajani, ebenfalls vom Stadtwerk Winterthur.
«AQUA & GAS» gibt es auch als E-Paper. Abonnenten, SVGW- und/oder VSA-Mitglieder haben Zugang zu allen Ausgaben von A&G.
Den «Wasserspiegel» gibt es auch als E-Paper. Im SVGW-Shop sind sämtliche bisher erschienenen Ausgaben frei zugänglich.
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