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14. März 2025

Hochwasserrisiko

Kurzfristige Niederschlagsereignisse zugenommen

Kurze und starke Regenfälle haben aufgrund der steigenden Durchschnittstemperaturen in den letzten 40 Jahren um 15 Prozent zugenommen und erhöhen das Hochwasserrisiko unterschiedlich für kleine oder grössere Gewässer. Bei längeren Niederschlagsereignissen spielt nicht die Temperatur, sondern globale Wetterphänomene eine wichtigere Rolle. Dies besagt eine kürzlich veröffentlichte Studie der Technischen Universität Wien.

Gemäss einer Studie der Technischen Universität Wien (TU Wien) konnte erstmals ein Forschungsteam nachweisen, dass die kurzfristigen Niederschläge und Hochwasserereignisse (im Bereich von wenigen Stunden) besonders stark von der Temperaturerhöhung beim Klima beeinflusst würden. Ausserdem hat sich gezeigt, dass kleinere Flüsse mit kleineren Einzugsgebieten stärker von kurzfristigen intensiven Niederschlägen betroffen sind. Grosse Flüsse hingegen, wie z. B. die Donau, werden von kurzfristigen Niederschlägen weniger beeinflusst. Bei grösseren Gewässern spielen Wetterereignisse, die sich über Tage hinziehen, eine wichtigere Rolle. Aus diesen grundlegenden Erkenntnissen lassen sich, so das Team der TU Wien, auch Annahmen darüber ableiten, in welchen Regionen sich die Hochwasserwahrscheinlichkeit auf welche Weise ändern wird.

Kurze Niederschlagsereignisse

Die Auswertung von Daten über den Zeitraum von einem Jahrhundert haben gezeigt, so das Forschungsteam, dass kurzfristige Niederschlagsereignisse (über wenige Stunden hinweg), in den letzten 30 bis 40 Jahren um rund 15 Prozent zugenommen hätten. Gemäss der Studie war die Zunahme auf beiden Seiten der Alpen gleich stark. Dieses Ergebnis und die Tatsache, dass wärmere Luft mehr Feuchtigkeit und Energie aufnehmen könne, spricht laut der Studie für den Zusammenhang zwischen höher Durchschnittstemperatur und häufigeren starken lokalen Niederschlägen.

 

 

Längere Niederschlagsereignisse

Das Forschungsteam der TU Wien hält in seiner Arbeit fest, dass bei Regenereignissen von mehreren Tagen der Zusammenhang komplizierter sei. Hierbei würden globale Wetterphänomene wie etwa El Niño eine wichtigere Rolle spielen. Niederschlagsereignisse von dieser Länge änderten sich daher nicht überall auf die gleiche Weise.

Quellen und weitere Informationen

News auf Euwid

Studie der TU Wien

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