Konkret will die Umweltkommission den Bundesrat verpflichten, gemeinsam mit den betroffenen Branchen Massnahmen zu prüfen und zu ergreifen, um die Verwendung von Plastikverpackungen und Einwegkunststoffprodukten innert nützlicher Frist erheblich zu reduzieren. Zudem soll auch die Forschung auf diesem Gebiet gefördert werden.
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Mit dieser Verschärfung der Motion soll der Umweltverschmutzung insbesondere durch Mikroplastik noch umfassender entgegengetreten werden, wie die Parlamentsdienste am Mittwoch mitteilten. Der Bundesrat lehnt die Motion ab. Er will in erster Linie auf freiwillige Massnahmen setzen.
Die Gefahr, dass Mikroplastik via Grund- oder Seewasser ins Trinkwasser gelangt, wird gemäss aktuellem Forschungsstand als sehr gering eingestuft, sofern der Stand der Technik eingehalten wird. Diesen Schluss lassen Untersuchungen bei grösseren Wasserversorgern in der Schweiz zu. Mikroplastik wird offenbar durch Filtration bei der Trinkwasseraufbereitung aus dem Wasser entfernt, die natürliche Filtration im Boden dürfte denselben Reinigungseffekt haben. Auch wenn es für Trinkwasser keine unmittelbare Gefahr darstellt, ist Mikroplastik aus Sicht des Trinkwasserverbandes SVGW eine ernst zu nehmende Umweltverschmutzung, da auch Schadstoffe an der Oberfläche sorbiert und desorbiert werden könnten. Im Sinne der Vorsorge begrüssen, ja fordern auch die Trinkwasserversorger Massnahmen, welche die Umweltbelastung durch Mikroplastik reduzieren.
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