Der Professor der Hochschule Furtwangen schwamm in 28 Tagen von der Quelle am Tomasee bis zur Mündung in Hoek van Holland für das Forschungsprojekt "Rheines Wasser" durch den gesamten Rhein.
Dank einer hochsensiblen Analytik konnten bereits ab Ilanz Spuren menschlicher Aktivität in Form von blutdrucksenkenden Arzneimittel festgestellt werden. Das Antibiotikum Sulfamethoxazol, das bei der Bekämpfung von Harnwegsinfekten und Lungenentzündungen verwendet wird, liess sich ab Chur nachweisen. Das Schmerzmittel Diclofenac war ab Laufenburg am Hochrhein zu finden.
Die Messungen brachten auch Hinweise für Verbesserungen der Situation im Rhein. Im Jahr 2006 wurden auf Höhe Düsseldorf noch 80 Nanogramm PFOS im Rheinwasser gefunden, im August 2014 waren es noch 6 Nanogramm. PFOS gehört zu den perfluorierten Tensiden und kam häufig in Feuerlöschern zum Einsatz; seit Juni 2008 sind PFOS-haltige Löschschäume in der EU verboten.
Mehr Aufschluss über die Bedeutung der Befunde sollten weitere Analysen liefern, insbesondere noch mehr konkrete Angaben zu den Konzentrationen.
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